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Das Leben in Israel - von den Achtzigerjahren bis zur Gegenwart. 'Agi Mishols Gedichte sind federleicht und können das große Ganze fassen.' Franziska Hirsbrunner, SRF
Eine einzigartige Auswahl aus Agi Mishols Werk, deren Stimme - 'federleicht und voller doppelter Böden' (SRF Kultur) - zu den eindringlichsten der zeitgenössischen Poesie zählt. Von den Anfängen in den Siebzigerjahren bis zur Gegenwart in Israel, wo Agi Mishol unweit des Gazastreifens lebt, handeln ihre zutiefst persönlichen Gedichte von altem und neuem Leid. "Das Leben ist kurz/ auch wenn es lang ist", schreibt sie - Verse über Schönheit und Schrecken, über Natur, Liebe, Alltag und Erinnerung, oft durchzogen vom Trauma der Shoah. Doch wird das Tragische stets vom Komischen, die Melancholie von ironischer Nonchalance gebrochen - etwa wenn Agi Mishol die Musen um Verzeihung bittet, 'dass ich euch belästige mit der Geschichte, die sich bei uns wiederholt'.
Agi Mishol wurde 1946 als Tochter von Überlebenden des Holocaust in Rumänien geboren. Die Familie emigrierte nach Israel. Sie studierte Hebräische Literaturwissenschaft an der Hebrew University in Tel Aviv. 1972 erschien der erste ihrer bisher 20 Gedichtbände, die allesamt Bestseller sind. Ihre Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erschienen in Anthologien auf der ganzen Welt. Agi Mishol wurde vielfach ausgezeichnet, 2019 mit dem internationalen Zbigniew-Herbert-Literaturpreis. Auf Deutsch erschien 2024 der Band 'Gedicht für den unvollkommenen Menschen', der u.a. den Preis der Bayerischen Akademie sowie den Rückertpreis gewann.