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Diese Ausgabe versammelt die wegweisenden Vorlesungen, die Dr. Ali Schariati Mitte der 1960er Jahre an der Universität Maschhad hielt. Darin erschließt er den "ursprünglichen Islam" als lebendige, befreiende und verantwortungsethische Lebensordnung, die auf Tauhid als umfassendem Welt- und Menschenbild gründet. Schariati liest den Koran als Einladung zur Beobachtung von Natur und Geschichte und wendet sich gegen spekulative Metaphysik, Erstarrung und bloßen Traditionalismus. Der Islam erscheint so als mit Wissenschaft, historischer Dynamik und sozialem Wandel vereinbar und fordert dazu auf, Glauben, Gesellschaft und das eigene Handeln neu zu denken - nicht beim Verstehen stehenzubleiben, sondern Verantwortung zu übernehmen.
Ali, geb. 1933 in Sabzevar (Iran), gest. 1977 in London. Studium der Soziologie und Religionswissenschaften an der Sorbonne in Paris. Lehrtätigkeit und politisches Engagement im Iran; Vordenker der islamischen Erneuerungsbewegung vor der iranischen Revolution. Verfasser zahlreicher soziopolitischer Essays zur Verbindung von Islam, Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung. Hauptwerke: Was ist zu tun?, Teheran 1972; Die Rückkehr zum Selbst, Teheran 1970; Religion gegen Religion, posthum veröffentlicht.