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Ein psychologischer Roman über Kontrollverlust, Schuld und Wahrung der Identität
Marie ist Richterin - klug, ehrgeizig, engagiert. Ihr Leben in Köln folgt einem klaren Takt aus Arbeit und Disziplin. Nähe bedeutet für sie Gefahr, Kontrolle ist Sicherheit. In einer Karnevalsnacht begegnet sie Richard: älter, verheiratet, charismatisch. Was als flüchtige Faszination beginnt, wird zur Obsession und reißt Maries geordnetes Selbstbild in Stücke. Denn Richard ist Politiker einer rechtspopulistischen Partei, und seine Überzeugungen spiegeln die unbeantworteten Fragen ihrer eigenen Familiengeschichte wider.
"Erkennen" ist ein scharf gezeichneter Gegenwartsroman über transgenerationales Trauma, gesellschaftliche Spaltung und die Frage, was uns als Menschen jenseits von Moral und Feindbildern verbindet.
- Intensiver psychologischer Roman über toxische Beziehungen, Leidenschaft und moralische Haltung - Transgenerationales Trauma auflösen: das Erbe der Kriegsgeneration und seine Folgen für die Kriegsenkel - Gesellschaftsroman über Rechtspopulismus, Verantwortung und Menschlichkeit - Familiengeheimnis trifft Selbsterkenntnis: wenn die Schatten der Vergangenheit die Gegenwart einholen - Gegenwartsliteratur auf höchstem Niveau: psychologisch präzise, gesellschaftskritisch und vielschichtig
Familiengeheimnis und Selbsterkenntnis: die Schatten der Großväter
Unter der Oberfläche von Maries geordnetem Leben schlummert Verborgenes: das Schweigen der Kriegsgeneration, die Traumata der Kriegskinder, das Erbe vieler unbeantworteter Fragen. Was bleibt vom vertrauten Selbstbild, wenn die Schatten der Großväter in den Gesichtern der Gegenwart wiederkehren? "erkennen" ist ein psychologischer Roman über Leidenschaft und Schuld, über die Erbschaft einer Nation und die gemeinsame Menschlichkeit jenseits von moralischer Haltung und vereinfachenden Feindbildern.
Alma Arend wurde 1973 im Ruhrgebiet geboren. Sie studierte Jura und Philosophie und ist heute Rechtsanwältin für Erb- und Familienrecht. In ihrem Schreiben widmet sie sich den Brüchen im Leben, dem Verlust der Kontrolle, der Erschütterung des Selbstbilds. Ihre Protagonistinnen werden gezwungen, tief verankerte Überzeugungen von richtig und falsch aufzugeben, um in ihrer Verletzbarkeit und ihrem Schmerz die gemeinsame Menschlichkeit zu erkennen.