Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Im Allunions-Großprojekt Bajkal-Amur-Magistrale (BAM) übernahmen verschiedene sowjetische Gebietseinheiten mittels der Patenschaft konkrete Aufgaben beim Bau der Siedlungen und der Industrie entlang der Strecke. In der hochzentralisierten Sowjetunion (beziehungsweise im heutigen Russland) war der Alltag häufig stärker mit den Zentren (Rajon, Gebiet, Hauptstadt) als mit den Nachbargemeinschaften verbunden. Gerade deswegen ist es entscheidend herauszufinden, wie die Personen vor Ort letztendlich mit den in den ober(st)en Etagen festgelegten Direktiven umgingen. Ein Beispiel für verschiedene Aneignungen und Umdeutungen solcher Direktiven ist der von 1975-1982 unter der georgischen Patenschaft (Bau-Montage-Zug 'GruzstrojBAM') durchgeführte Bau der Siedlung Nija(-Gruzinskaja) an der BAM. Within the Soviet mega-project of the Baikal-Amur Railway (BAM), various Soviet territorial entities were given, through a system of sponsorship, specific tasks for the construction of industrial plants and of urban settlements along the route. In the highly centralized USSR (respectively Russia today), everyday life was generally more relying on administrative centers than on local administrations and communities. Investigating how individuals on the ground navigated between local needs and centralist top-down directives is thus representative for such practices in the USSR as a whole. One example for the variety of appropriations and reinterpretations of such directives is the 1975-82 construction of the BAM settlement of Niya(-Gruzinskaya).
Andreas Röhr absolvierte den Master of European Studies mit Schwerpunkt Kulturgeschichte Mittel- und Osteuropas in Frankfurt (Oder), S-ubice, Irkutsk. Er promovierte an der Europa-Universität Viadrina und unternahm für dieses Buch zahlreiche Recherchereisen nach Georgien und Sibirien.
E-Mail: productsafety@degruyterbrill.com