Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Was bedeutet es, wenn eine Straßenbahnfahrerin vor einer Schiene kniet und drei Münzen niederlegt - nicht als Aberglaube, sondern als Gebet? Was passiert mit dem Menschen, wenn die Systeme, die sein Leben verwalten, so komplex und so zuverlässig werden, dass sie beginnen, nach Göttern auszusehen?
Aram Schattner geht in seinem Erzählungsband sieben außergewöhnlichen Momentaufnahmen nach, in denen Künstliche Intelligenz nicht als Feind auftritt, sondern als stille, allgegenwärtige Kraft - und in denen Menschen dennoch nach etwas greifen, das keine Maschine ihnen geben kann. Die Geschichten spielen in einer nahen Zukunft, die verblüffend vertraut wirkt: Städte, die von Algorithmen verwaltet werden; Systeme, die niemals schlafen, niemals irren, niemals vergessen. Und Menschen, die darin trotzdem lieben, trauern, beten und hoffen.
Schattners Prosa ist präzise und atmosphärisch dicht. Er zeigt keine Dystopien voller Katastrophen, sondern etwas Subtileres und Beunruhigenderes: eine Welt, in der das Menschliche nicht vernichtet, sondern still verschoben wird - in Ritualen, die keiner versteht, in Wärme, deren Quelle unklar bleibt, in Entscheidungen, die niemand mehr trifft.
Jede der sieben Geschichten ist eigenständig und führt zugleich eine gemeinsame Frage weiter: Was bleibt vom Menschen, wenn Maschinen die Fehler übernehmen, die uns ausmachen?
Ein Buch für alle, die sich fragen, was Technologie mit unserem Innenleben macht - nicht morgen, sondern bereits heute.
Aram Schattner ist ein Schriftsteller, dessen Arbeiten sich an der Schnittstelle von Science-Fiction, Philosophie und literarischer Spekulation bewegen. Seine Erzählungen erforschen die existenziellen Fragen einer zunehmend technologisierten Welt und hinterfragen die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Mit einem Gespür für atmosphärische Dichte und psychologische Tiefe schafft Schattner dystopische Szenarien, die nicht abschrecken, sondern zum Nachdenken provozieren. Seine Texte zeichnen sich durch präzise Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen in Extremsituationen aus. Aram Schattner lebt zurückgezogen und widmet sich intensiv seinen literarischen Projekten.