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Filme prägen unsere Weltwahrnehmung: Sie sind kollektiver Erfahrungsraum, kulturelles Gedächtnis, eine stets sich wandelnde Kunstform. Sie entwerfen imaginäre Umwelten, verhandeln soziale Verhältnisse, adressieren unsere Gefühle. Die Orte, Räume und Architekturen dieser Projektionen haben an solchen Subjektivierungsprozessen ebenso Anteil wie die sich darin entfaltenden Geräusche, Töne und Klänge. Dieser synästhetischen Dimension aus Raum, Film und Klang gehen die Beiträge der vorliegenden Publikation aus interdisziplinärer Perspektive nach. Konkrete Fallstudien und methodische Zugänge fragen aus kunst-, film-, medien- und musikwissenschaftlicher Sicht danach, wie im Zusammenspiel von Bild und Ton Räume konstruiert, interpretiert und emotional erfahrbar gemacht werden. Architektur tritt dabei nicht nur als physisches Gebäude, sondern als sinnlich vermitteltes Erlebnis zutage; Geräusche, Töne und Musik wiederum als immaterielle und zugleich raumbildende Modi ästhetischer Wahrnehmung.
Julian Blunk forschte und lehrte nach seinem Studium der Kunstgeschichte und der Film- und Fernsehwissenschaft in Bochum an der TU Dresden, der EPHE Paris, der Universität der Künste Berlin und der Freien Universität zu Berlin. Seit 2022 ist er Professor für Kunstgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der Universität Graz.
Kassandra Nakas promovierte in Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie auch lehrt. Zuvor war sie Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und der Ludwig-Maximilians-Universität in München.