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Ein stiller Garten inmitten der Stadt, der zittert von einer noch namenlosen Erwartung. Es ist die Zeit des aufbrechenden Frühlings, ein reines Schauen. Die Passanten entpuppen sich als bloße Darsteller auf einer unausweichlichen Bühne: Figuren der Selbstwahl, Spieler des Lebens, Maskierte eines nackten Daseins, und immer wieder, in unendlicher Wiederkehr, Frauen, die Kinder an den Händen führen, sie tragen oder wiegen. Der Park verbleibt nicht in seiner Einfriedung, verlässt seine Grenzen und kehrt immer wieder zurück, taumelnd, fast trunken zuletzt. Erlösung bringt ihm schließlich keine Stille, sondern ein Tanz, eine Bewegung im Raum. Erst im Empfangen eines Zeichens der Liebe schwindet die Unruhe. Im Tanz liegt plötzlich das reine Erfahren, wofür er bald bereit sein wird, sein Dasein hinzugeben.
Arthur Kunz, 1978 in Alma-Ata (ehem. Sowjetunion) geboren, lebt heute in der Nähe von Frankfurt. Er bezeichnet sich selbst als "Spaziergänger", der auf seinen Ausflügen und Reisen Literatur, Materialien, Notizen und Schnappschüsse sammelt, und damit seine ganz persönliche Geschichte verknüpft. All diese Elemente stellt er in Gemälden, Skulpturen und Büchern gegenüber.