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Männer schmücken sich seit jeher - als Zeichen von Macht, Status und Identität. Dieses Magazin zeigt die Vielfalt männlicher Schmuckpraktiken von der Steinzeit bis heute, interkulturell und aufregend bebildert.
Männer haben sich schon immer geschmückt - um Macht zu zeigen, Status zu markieren, Zugehörigkeit auszudrücken oder die eigene Identität sichtbar zu machen. Dennoch wurde männlicher Schmuck bislang selten umfassend beleuchtet. Das ausstellungsbegleitende Magazin schließt diese Lücke und zeigt die Vielfalt von Schmuck in Geschichte und Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um die reine Zier: Welche Botschaften vermittelt Schmuck? Welche Bedeutungen wurden Schmuckelementen zugeschrieben? Und wie hängt Männerschmuck mit dem Wandel von Geschlechterrollen und Männlichkeit zusammen? Ob außergewöhnliche archäologische Funde, kunsthandwerkliche Kostbarkeiten oder überraschende Alltagsobjekte und zeitgenössische Kunst; sie machen eins deutlich: Schmuck ist mehr als Zierde - er kommuniziert. Er sendet Botschaften, stiftet Gemeinschaft, demonstriert Autorität oder verschiebt Grenzen. Ob Körperschmuck und Körpermodifikation, religiöse und politische Zeichen oder Schmuck als Rebellion und Bekenntnis: Schmuck inszeniert Männlichkeit vielschichtig. Historische, zeitgenössische und interkulturelle Perspektiven laden dazu ein, Männerschmuck neu zu sehen.
Dr. Astrid Fendt ist Leiterin der Abteilung Archäologie am Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Sie ist ausgebildete Steinbildhauerin und Spezialistin für Klassische sowie Provinzialrömische Archäologie. Ihre Interessen sind Schmuck, Textilien und Skulptur der Antike, Sammlungsgeschichte mit Provenienzforschung und Antikenrestaurierung.