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August Wilhelm Rehberg (1757-1836) ist vor allem als konservativer Politiker dargestellt worden, obwohl er bedeutende Beiträge zu metaphysischen, moralphilosophischen und literarischen Diskussionen seiner Zeit verfasst hat. Auch in der Aufklärungsforschung ist er weitgehend in Vergessenheit geraten, lediglich als Kritiker der praktischen Philosophie Kants und als Gegner der Französischen Revolution ist er im Gedächtnis geblieben. Der Wert von Rehbergs Denken beschränkt sich jedoch keineswegs auf seine Beschäftigung mit dem Werk Kants oder sein Hervortreten als einer der Gründer des deutschen Konservatismus. Vielmehr umfasst seine vielfältige intellektuelle Tätigkeit zahlreiche Aspekte philosophischer, mathematischer, politischer, literaturkritischer und historischer Art. Der Band versammelt Monografien, Aufsätze und Rezensionen Rehbergs und unternimmt es damit, das einseitige und bruchstückhafte Bild von Rehberg als konservativem Politiker zu überwinden und sein facetten- und einflussreiches Gesamtwerk in den Blick zu nehmen.
Stefan Klingner , Georg-August-Universität Göttingen, Deutschland; Gabriel Rivero , FernUniversität in Hagen, Deutschland; Dietrich Schotte , Universität Regensburg, Deutschland; Gideon Stiening , LMU München, Deutschland.