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Elf Sekunden. Ein Blick. Und eine ganze Saison, die aus den Fugen gerät. Rafe Okonkwo-Lindqvist ist seit seinem sechzehnten Lebensjahr offen schwul - laut, witzig und kostspielig. Er hat die Narben, die das gekostet hat: eine Gastfamilie, die ihn vor die Tür setzte, einen Trainer in Göteborg, der neunzehn Gründe fand, ihn auf die Bank zu setzen. Sein Panzer ist der Witz. Er kommt immer zuerst, bevor jemand nah genug herankommt, um zu zählen. Beckett Vance ist Kapitän der Calloway Cavaliers, Sohn eines legendären Trainers, der vor drei Jahren starb - und die verschweißteste Schranktür, die Rafe je vermessen hat. Beck verwaltet alles: sein Gesicht, seinen Ruf, sein Team, seine Trauer. Was er nicht verwaltet, kann ihn nicht überraschen. Zwei Saisons lang war ihre Rivalität ein Spiel. Bis Beck ihn ansah, eine halbe Sekunde vor dem Bully, mit einem Blick, für den Rafe noch kein Wort hatte. "Gewinn erst mal ein Spiel. Dann reden wir weiter." Ein Sommercamp bringt sie in dasselbe Zimmer. Ein Dienstag im September macht daraus eine Gewohnheit. Und irgendwo zwischen einer Eisbahn mit vierzig Rentnern, einem reparierten Regal und einem Kontakt, der im Handy nur R.L. heißt, wird aus dem Spiel etwas, das keiner von beiden mehr aussprechen kann, ohne alles zu riskieren: Becks Karriere, das Banner mit dem Namen seines Vaters, das Leben, das er sich sorgfältig gebaut hat. Elf Meilen trennen ihre Campus. Der Rest ist eine Tür. Rafe hat sich geschworen, nie wieder das Geheimnis von jemandem zu sein. Beck hat sich geschworen, nie wieder etwas zu verlieren, das er liebt. Dann schreibt ein Journalist eine E-Mail. Zwei Quellen. Eine Frist. Und Beck muss endlich entscheiden, ob er die ganzen drei Jahre lang das Falsche beschützt hat. Abseits der Regeln ist ein Slow-Burn-Liebesroman über zwei Männer, die nichts gemeinsam haben außer der Fähigkeit, sich gegenseitig zu durchschauen. Über Trauer, die sich wie Vorsicht tarnt. Über Begehren, das man Rivalität nennt, weil man keinen anderen Namen dafür hat. Und über den Moment, in dem jemand von der anderen Seite eine Leiter baut - und man sie nimmt.