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Zwei Stimmen aus dem Iran: Kunst als Widerstand gegen autoritäre Macht. Der Zufall führt Behzad Karim Khani und Mohammad Rasoulof für ein Gespräch zusammen. Ein Autor, dessen letzter Roman mit dem Versprechen endet, Deutschland zu verlassen. Und ein oskarnominierter Filmemacher, der hier seinen rettenden Hafen gefunden hat. Karim Khani ist tief beeindruckt von diesem Mann, der allein im Jahr 2024 mehr erlebt hat als die meisten Menschen in ihrer gesamten Biografie. Haft im iranischen Gefängnis. Eine Flucht zu Fuß über die Berge Kurdistans. Standing Ovations in Cannes. Oskarnominierung. Bei langen Spaziergängen durch Berlin unterhalten sich die beiden über Exil und Integrität. Über Reform und Revolution. Und über das Festhalten an Kunst als Ausdruck von Freiheit.
Behzad Karim Khani wurde 1977 in Teheran geboren und kam mit seiner Familie 1986 nach Deutschland. Seit 2003 lebt er in Berlin-Kreuzberg. Sein Debütroman 'Hund, Wolf, Schakal' erschien 2022, war u. a. für den Aspekte-Literaturpreis nominiert und wurde fürs Theater adaptiert. 2024 erschien sein zweiter Roman 'Als wir Schwäne waren'. Mohammad Rasoulof wurde 1973 in Schiras, Iran, geboren. Er ist Filmemacher, Produzent und Künstler. Im Juli 2022 wurde er festgenommen und im Mai 2024 zu acht Jahren Haft und Peitschenhieben verurteilt. Daraufhin floh er aus dem Iran. Im selben Jahr gewann sein Film 'Die Saat des heiligen Feigenbaums' auf dem Filmfestival in Cannes den Sonderpreis der Jury und wurde von Deutschland als Beitrag für den 'Besten Internationalen Film' bei den Oscars eingereicht.