Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Am 6. Mai 1953 läutete der US-amerikanische Chirurg John H. Gibbon Jr. ein neues Kapitel der Herzchirurgie ein: Fast eine halbe Stunde lang übernahm eine Maschine die kardiopulmonalen Funktionen seiner Patientin, während er im Inneren ihres blutleeren Herzens operierte. Benjamin Prinz legt erstmals eine detaillierte Rekonstruktion des Experiments hinter diesem Operationserfolg vor. Im Anschluss an das organologische Denken von Canguilhem und Marx verfolgt er die Einzelteile der Herz-Lungen-Maschine in die Produktionsstätten und Umwelten des Industriekapitalismus zurück. So wird deutlich, wie abhängig Medizintechnik von ökonomischen und ökologischen Verhältnissen ist, die angesichts von Pandemien, Krieg und Klimawandel immer fragiler werden.
Benjamin Prinz (Dr. phil.), geb. 1991, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt 'Organe und Medien. Konfigurationen der Gesellschaft im Posthumanismus' an der Bauhaus-Universität Weimar.