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Can Dündar weiß, wie schnell eine Demokratie kippen kann. Der türkische Journalist deckt 2015 geheime Waffenlieferungen seiner Regierung auf. Kurz darauf wird er verhaftet, als Spion angeklagt und zum Staatsfeind erklärt. Vor dem Gerichtsgebäude schießt ein Attentäter auf ihn. Dündar überlebt und flieht ins Exil nach Berlin.
Auch Marcus Bensmann hat autoritäre Gewalt aus nächster Nähe erlebt - in Usbekistan, Kasachstan und im Krieg in der Ukraine. Beide Journalisten haben gesehen, wie Demokratien ausgehöhlt, Medien unter Druck gesetzt und Gegner verfolgt werden. Aus ihren Erfahrungen entstehen drängende Fragen: Woran erkennt man den Moment, in dem eine Demokratie stirbt? Wann muss eine Gesellschaft handeln, bevor es zu spät ist?
Dieses Buch ist Dündars und Bensmanns gemeinsamer Weckruf. Es geht um Freiheit und ihre Grenzen, um Propaganda, Einschüchterung und den Umgang einer Demokratie mit ihren Feinden - bis hin zur Frage, ob wir ein Verbotsverfahren für die AfD brauchen.
Eine eindringliche Warnung zweier Journalisten, die erlebt haben, was geschieht, wenn Demokratien sich nicht rechtzeitig verteidigen.
Can Dündar ist Journalist, Autor und einer der bekanntesten Verfechter der Pressefreiheit in der Türkei. Als Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet deckte er geheime Waffenlieferungen der türkischen Regierung auf. Dafür wurde er inhaftiert, wegen Spionage angeklagt und vor einem Gerichtsgebäude Ziel eines Attentats. Heute lebt er im Exil in Berlin. Seit fast fünf Jahrzehnten berichtet er über den Abbau demokratischer Institutionen und die Folgen autoritärer Herrschaft.