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Der Bauernsohn Antonio García Barón aus der spanischen Region Aragón schließt sich als Jugendlicher im Bürgerkrieg der Kolonne Durruti an, um die Zweite Spanische Republik zu verteidigen. Er kämpft für eine anarchistische Revolution und erlebt zugleich die Niederlage gegen den Faschismus. Auf der Flucht vor Francos Truppen gelangt er nach Frankreich, wo er in die Hände der Nationalsozialisten fällt. Sie deportieren ihn ins Deutsche Reich; im Konzentrationslager Mauthausen wird er jahrelang festgehalten. Dort ringt er ums Überleben und muss mitansehen, wie seine Kameraden und Zehntausende andere ermordet werden.
Da ihm nach der Befreiung die Rückkehr nach Spanien verwehrt bleibt, lässt er sich zunächst in Frankreich nieder. Dann fasst er einen Entschluss, der sein weiteres Leben bestimmen wird: Er besteigt ein Schiff nach Südamerika und sucht in Bolivien nach einem Ort, der abgelegen genug ist, um in Ruhe alt zu werden. Er findet ihn tief im Dschungel, an einem Fluss namens Quiquibey.
Seine Lebensgeschichte verwandelt Antonio García Barón später in eine Erzählung voller Übertreibungen und Unwahrheiten, geprägt von Selbststilisierung und Blindheit gegenüber anderen. Wie spiegeln sich darin die Spuren eines Traumas, das der Faschismus hinterlassen hat - eines Traumas, von dem sich nicht berichten lässt, ohne dass der Erzähler selbst dabei zu einem anderen wird?
Christian Dürr, Chefkurator und Leiter der Museumsabteilung der Gedenkstätten Mauthausen und Gusen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und der argentinischen Militärdiktatur. Nach seinem vielbeachteten Debüt Die Befreiung oder Marcelos Ende legt er nun einen Dokumentarroman vor.