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Nicht ohne Häme bemerkte Arnold Gehlen 1966, dass es einmal eine wissenschaftliche Kunstlehre als wesentlichen Bestandteil der Philosophie gegeben habe, die als Ästhetik für Phänomene wie den Avantgardismus zuständig gewesen sei. Doch scheinen diese Bemühungen eingestellt, was Gehlen zum Anlass nimmt, den Avantgardismus aus der Perspektive der Soziologie schärfer in den Blick zu nehmen. Damit, so die These der Studie, eröffnet er eine neue, kultursoziologisch geprägte Phase der Auseinandersetzung mit moderner Kunst, die von Gehlen über Bürger bis zu Bourdieu und Luhmann reicht.
Dr. Christine Magerski lehrt als Professorin für neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Germanistischen Abteilung der Universität Zagreb.
Revolution, Kristallisation, Ritualisierung, Institutionalisierung und Kommentarbedürftigkeit der modernen Kunst – Gehlen.- Theorie der Avantgarde – Traditionsbruch in bewegten Zeiten.- Mit Dada zum Institutionsbegriff.- Kritik, Selbstkritik und neue theoretische Bescheidenheit.
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