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Die Protagonistin unternahm in zwei Jahren ähnlich Wanderungen: im Frühling und Frühsommer im Schweizer Jura und den Schweizer Alpen, im Sommer in Schwedisch-Lappland und im Winter den Italienisch-Französischen Seealpen. In einer Mischung aus Tagebuchaufzeichnungen und Reflexionen beschreibt sie den Versuch, sich dem Geist der jeweiligen Landschaft zu nähern. Die Reduzierung auf das Nötigste, das ausgesetzt sein bei Wind und Wetter, Rückgriffe auf Erinnerungen und der spärlichen Lesestoff auf Reisen, vermitteln dem Leser ein Mosaik, das die Erfahrungen der Protagonistin dokumentiert und ihren Versuch, die geistigen Ebenen der nichtmenschlichen Personen (Natur) wahrzunehmen.
Dagmar Falarzik wurde 1953 geboren. Zahlreiche Reisen und Tätigkeiten für ein ethnologisches Museum, ein Ethnologiestudium und eine Heilpraktikerausbildung, die Auseinandersetzung mit zeigenössischer Kunst und mit der modernen Physik bilden den Hintergrund für ihr Ziel, in geistige Räume anderer Kulturen vorzudringen und ihrem Streben nach dem, was man einmal Bewusstseinserweiterung nannte. Ihr Interesse für den Schamanismus führte sie unter anderem in ein Lakota (Sioux) Reservat, wo sie siebeneinhalb Jahre lebte, die Sprache lernte und an allen spirituellen Zeremonien teilnahm. Nicht "teilnehmender Beobachter" sein, sondern "going native" (so weit, wie möglich) war ihr Ziel. Für den Broterwerb arbeitete sie als Galerieassistentin, als Restauratorin und an der Konzeption von Ausstellungen für ein ethnologisches Museum (Deutschland) mit, als Leiterin eines erlebnispädagogischen Projekts (Italien), als Betreuerin in einem Heim für geistig behinderte Menschen (Deutschland), und als Putzfrau in der Schweiz, wo sie heute lebt.