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Technik prägt unseren Alltag: von digitalen Plattformen über Medizin bis zu Fragen ökologischer und sozialer Zukunftsgestaltung. Doch wer entscheidet eigentlich, was in Technikdebatten als relevantes Wissen gilt? Häufig dominieren wissenschaftliche Expertisen, institutionelle Routinen und messbare Daten. Erfahrungen von Betroffenen, marginalisierten Gruppen oder lokalen Gemeinschaften bleiben dagegen oft am Rand.
Dieses Buch zeigt, warum das ein Problem ist, und was Technikfolgenabschätzung gewinnen kann, wenn sie unterschiedliche Formen von Wissen ernst nimmt. Anhand von Beispielen aus digitalem Gesundheitsaktivismus, DIY-Wissensproduktion, nicht-westlichen Epistemologien und politischen Konflikten um Evidenz wird deutlich: Gerechte Technikentscheidungen entstehen nicht durch eine einzige Perspektive, sondern durch die reflektierte Auseinandersetzung mit vielen.
Das Buch lädt dazu ein, Technik neu zu denken: offener, inklusiver und näher an den Lebensrealitäten der Menschen, die von ihr betroffen sind.
Dana Mahr ist Forscherin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT. Sie untersucht soziale und ethische Fragen rund um Wissenschaft, Technologie und Gesundheit sowie den Austausch von Wissen zwischen verschiedenen Akteur:innen.