Daniel Mader

Hüter der Ma'at

Der Einweihungsweg von Hatschepsut und Thutmosis III. zur göttliche Ordnung. 1. Auflage. 22,6 cm / 16,0 cm / 3,2 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 384 Seiten
EAN 9783696398651
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller BoD - Books on Demand
33,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Dieses Buch verbindet die historischen Ereignisse der gemeinsamen Zeit von Hatschepsut und Thutmosis III. mit den religiösen und kosmologischen Vorstellungen der 18. Dynastie des alten Ägypten.
Im Zentrum steht nicht allein die politische Geschichte, sondern die Frage, wie Königtum verstanden wurde: als eine Aufgabe, die weit über Herrschaft hinausging. Der König galt als Träger der Ma'at - der göttlichen Ordnung im Sinne von Wahrheit und Gerechtigkeit - und als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Diese Rolle spiegelt sich in Tempelarchitektur, Reliefdarstellungen und Ritualen wider, die ein komplexes Weltbild sichtbar machen.
Anhand zentraler Stationen - der göttlichen Geburt Hatschepsuts, ihrer Regentschaft, der Expedition in das Gottesland Punt und der Ausbildung von Thutmosis III. - wird deutlich, dass historische Ereignisse zugleich als Ausdruck kosmischer Prozesse verstanden wurden. Die Rückkehr aus Punt erscheint dabei nicht nur als wirtschaftlicher Erfolg, sondern als symbolische Heimführung einer göttlichen Kraft, wie sie im Mythos der Heimkehr der Göttin überliefert ist.
Besondere Bedeutung kommt den Bildprogrammen im Karnak-Tempel und im Totentempel Hatschepsuts zu. Motive wie der Doppellöwe, der aus den Göttern Schu und Tefnut besteht, das Sema-Tawy-Symbol und wiederkehrende Proportionen, Maße und Zahlen verweisen auf ein tiefes Verständnis von Schwelle, Zeit und Ausgleich. Sie zeigen eine Welt, die nicht auf statischem Gleichgewicht beruht, sondern auf gespannter Ordnung, die immer wieder neu hergestellt werden muss.
Das Buch folgt damit einer doppelten Perspektive: Es rekonstruiert historische Abläufe und erschließt zugleich die symbolische Ebene, auf der diese Ereignisse verstanden und dargestellt wurden. So entsteht das Bild einer Epoche, in der Politik, Religion und Kosmologie untrennbar miteinander verwoben waren - und in der die Einweihung in diese Zusammenhänge Voraussetzung für wahre Herrschaft war.

Portrait

Daniel Mader ist ein leidenschaftlicher Zahlenliebhaber mit einem besonderen Interesse an den verborgenen Geheimnissen des alten Ägypten. Aufgewachsen in der Blütenstadt Leichlingen, fesselte ihn in jungen Jahren bereits eine Neugier für die komplexen kosmischen Zusammenhänge. Einem inneren Ruf folgend, entwickelte er nach Abschluss seines IT-Masterstudiums eine tiefe Begeisterung für das Reich der Pharaonen. Als er eines Tages einen Zusammenhang zwischen mathematischen Konzepten und der Philosophie der altägyptischen Kultur entdeckte, begann er mit eigenen privaten Forschungen in diesem Randbereich. Mathematik und Zahlen sind für ihn nicht nur ein Instrument unserer modernen Zeit, sondern vielmehr eine Sprache unserer Realität. Das Aufspüren mathematischer Konzepte in antiken Bauwerken und in der Reliefkunst bildet einen besonderen Schwerpunkt seiner Forschungen. Mit einer einzigartigen Kombination aus Intuition, Forschergeist und einer Faszination für Mathematik ist er ein Autor, der nicht nur eine Brücke zwischen verschiedenen Disziplinen schlägt, sondern auch zwischen Vergangenheit und Zukunft. Seine Mission ist es, verborgene und komplexe Symbolik verständlich aufzubereiten und die Leser zu inspirieren, einen Blick über den Tellerrand zu wagen.