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Edmund Kemper war intelligent, wortgewandt und erschreckend offen über seine Taten. Genau das machte ihn zu einer der bekanntesten Figuren der amerikanischen True-Crime-Geschichte.
Doch wie viel von dem Bild, das bis heute von ihm existiert, stammt aus belastbaren Quellen - und wie viel aus Kempers eigener Erzählung?
In "Edmund Kemper - Der Co-Ed-Killer" rekonstruiert David Watson das Leben des Mannes, der bereits als Jugendlicher seine Großeltern tötete, später entlassen wurde und Anfang der 1970er-Jahre in Kalifornien eine neue Mordserie begann. Das Buch folgt seiner Kindheit, der Zeit in Atascadero, den späteren Taten, den Ermittlungen, dem Prozess und seiner Rolle in der frühen Täterforschung des FBI.
Dabei wird Kemper nicht zum genialen Monster verklärt. Täterinterviews werden kritisch geprüft, Widersprüche offengelegt und populäre Mythen von belegbaren Tatsachen getrennt. Zugleich geraten die Opfer und die Frage in den Mittelpunkt, wie ein bereits bekannter Gewalttäter wieder in Freiheit gelangen konnte.
Eine nüchterne, eindringliche Analyse eines außergewöhnlichen Kriminalfalls - und des Mythos, der danach entstand.