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Mitgefühl gilt als Grundlage jeder solidarischen Gesellschaft. Und doch erleben viele Menschen tagtäglich etwas anderes: Sie werden übersehen, übergangen, unsichtbar gemacht. Was bedeutet diese Erfahrung für unser Zusammenleben - und was richtet sie langfristig an?
In ihrem Manifest gegen das Unbehagen geht Diana Dua dieser Frage nach. Sie verbindet persönliche Erlebnisse, Poesie und gesellschaftspolitische Analyse zu einer eindringlichen Streitschrift. Dabei wird sichtbar, wie strukturelle Ungleichheiten Menschen an den Rand drängen - und warum das nicht nur Einzelne betrifft, sondern uns alle. Für Diana Dua ist Mitgefühl weit mehr als eine sentimentale Geste: Es ist radikale politische Praxis, die Wahrnehmung verändert, Solidarität ermöglicht und Räume der Zugehörigkeit eröffnet. Ein kluges, zugewandtes Buch für alle, die unsere Gegenwart nicht nur beschreiben, sondern gestalten wollen.
Diana Dua ist in Rheinland-Pfalz geboren und in der Nähe von Speyer aufgewachsen. Sie studierte Medienwissenschaften, Literaturwissenschaften und Geschichte in Paderborn und lebt heute in Hamburg. Dort arbeitet sie als Texterin, Sensitivity-Readerin sowie Referentin für diskriminierungssensible Sprache. 2024 erschien ihr Buch 'Zeilen gegen das Unbehagen' (story.one publishing), das zugleich auch als fortlaufendes Projekt konzipiert ist. Darin thematisiert sie erlebten Rassismus, Identität und Anderssein. Ihre poetischen Mikrotexte machen spürbar, wie tief strukturelle Ausgrenzung wirklich wirkt und eröffnen Räume für Mitgefühl und Dialog.