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Was, wenn die Welt, die du erlebst, nicht einfach die Welt ist, wie sie wirklich ist? Wir öffnen die Augen und glauben zu sehen, was vor uns liegt. Wir erinnern uns an unsere Vergangenheit und halten diese Erinnerungen für zuverlässig. Wir treffen Entscheidungen und erleben uns selbst als deren Urheber. Doch die moderne Bewusstseinsforschung zeichnet ein faszinierenderes Bild: Unser Gehirn nimmt Wirklichkeit nicht einfach auf es interpretiert, ergänzt, filtert und konstruiert fortwährend das, was wir erleben. Die Macht des Bewusstseins führt mitten hinein in eines der größten ungelösten Rätsel der Wissenschaft: Wie entsteht aus Milliarden Nervenzellen überhaupt subjektives Erleben? Warum gibt es Farben, Schmerz, Gedanken, Erinnerungen und das Gefühl, ein "Ich" zu sein? Verständlich und wissenschaftlich fundiert verbindet dieses Buch Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie. Es zeigt, warum unsere Wahrnehmung keine Kamera ist, wie Aufmerksamkeit bestimmt, was überhaupt in unser Bewusstsein gelangt, weshalb Erinnerungen verändert werden können und warum zwei Menschen dieselbe Situation vollkommen unterschiedlich erleben. Doch die Fragen reichen weiter: Existiert das Ich so, wie wir es empfinden? Wie frei sind unsere Entscheidungen? Können Meditation und Metakognition verändern, wie bewusst wir leben? Was verraten Träume, Narkose und psychedelische Zustände über die Natur des Bewusstseins? Erleben Tiere ihre eigene Wirklichkeit? Und könnte eines Tages sogar eine künstliche Intelligenz tatsächlich etwas fühlen? Dabei werden die großen konkurrierenden Theorien der Bewusstseinsforschung ebenso untersucht wie ihre Grenzen. Von Predictive Processing und modernen neurowissenschaftlichen Modellen bis zu Materialismus, Panpsychismus und Idealismus. Ohne Esoterik. Ohne einfache Antworten. Ohne die Behauptung, Gedanken könnten magisch die Außenwelt verändern. Stattdessen geht es um eine wesentlich spannendere Möglichkeit: Unser Bewusstsein erschafft vielleicht nicht die Welt aber es formt die einzige Wirklichkeit, die wir jemals unmittelbar erleben werden. Eine Reise an die Grenze zwischen Gehirn und Geist, Wahrnehmung und Wirklichkeit, Wissen und einem der letzten großen ungelösten Rätsel des Menschen.
Dominik Wörner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den großen Fragen des Lebens: Bewusstsein, Philosophie und die Suche nach Sinn in einer komplexen Welt. In seinen Büchern bringt er schwierige Themen verständlich und kompakt auf den Punkt ohne lange Umwege, dafür mit Klarheit und Tiefgang. Seine Texte verbinden kritisches Denken mit Neugier und eröffnen Leserinnen und Lesern neue Perspektiven auf das, was Wirklichkeit und Selbst ausmacht.