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"Das Auge des Yogi" untersucht die Faszination des westlichen Lesers für indische Askese, innere Schau und die Macht konzentrierter Wahrnehmung. In einer Prosa, die erzählerische Spannung mit lehrhaften Passagen verbindet, wird das Auge zum Symbol einer Erkenntnis, die über bloße Sinnlichkeit hinausreicht. Der Text steht damit im Umfeld jener europäischen Literatur, die um 1900 Mystik, Okkultismus und psychologische Grenzerfahrungen miteinander verschränkt. Über E. W. A. Reinhart tritt weniger eine ausführlich dokumentierte Biographie als vielmehr ein geistiges Profil hervor: ein Autor, der die zeitgenössische Neugier auf Yoga, Hypnose, Suggestion und fernöstliche Weisheitslehren literarisch fruchtbar macht. Sein Buch lässt vermuten, dass ihn nicht Exotik allein interessierte, sondern die Frage, wie Bewusstsein diszipliniert, erweitert und in ethische Verantwortung überführt werden kann. Empfohlen sei dieses Buch allen, die frühe deutschsprachige Auseinandersetzungen mit asiatischer Spiritualität, esoterischer Moderne und populärer Erkenntnisliteratur studieren möchten. Es bietet keine nüchterne Abhandlung, sondern eine kulturgeschichtlich aufschlussreiche Inszenierung des Sehens: als Gefahr, Verführung und Weg zur Selbsterkenntnis.
Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
E. W. A. Reinhart war ein deutscher Autor und lebte im frühen 20. Jahrhundert. Er schrieb auch Kriminalromane.