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Soziale Unruhen und politische Ausschreitungen kennzeichnen in den frühen 1930er Jahren die Vorgänge in zahlreichen europäischen Staaten, darunter auch Frankreich. Nach einem blutigen Aufstand antiparlamentarischer Kräfte in Paris, der die Instabilität der republikanischen Ordnung aufzeigt, erklären sich die Parteien des Mitte-Links-Spektrums zu einem Zusammenschluss bereit und gewinnen nach einem engagiert geführten Wahlkampf das Mandat der Wähler. Als Ministerpräsident der Koalition des Front populaire fungiert der Sozialist Léon Blum, der es sich zur Aufgabe macht, überfällige Reformen zu realisieren. Sowohl innenpolitische Zwänge als auch die außenpolitische Bedrohung durch das nationalsozialistische Regime in Deutschland engen den Spielraum der Volksfront ein und tragen zum dramatischen Ende der Dritten Republik bei.
Elisabeth Bokelmann, Dr. phil., studierte Romanistik in München und Freiburg sowie Geschichts- und Politikwissenschaft in Heidelberg und Bochum. Sie forscht und publiziert zur Sozial- und Justizgeschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert.
Inhalt: Weltwirtschaftskrise in Frankreich - Der 6. Februar 1934 in Paris - 1936: Volksfront-Regierung unter Léon Blum - Die soziale Explosion - Vereinbarungen von Matignon - Die Verträge von München - Auseinanderbrechen der Volksfront.