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Der Wind heulte unaufhörlich durch die alten Fensterrahmen von Sturmkronen, und der salzige Geruch des nahen Meeres drang durch jede Ritze des mächtigen Herrenhauses. Die gewaltigen Mauern, einst ein Symbol für Stärke und Wohlstand, schienen sich unter dem Druck der Zeit und der Geschichte zu beugen. Eleanor Sturmkron stand am großen Fenster der Bibliothek, ihre Finger ruhten auf dem kühlen Glas, während ihr Blick über die tosende See schweifte.
Seit dem Tod ihres Vaters vor wenigen Wochen hatte sich das Haus leerer und kälter angefühlt. Die Diener bewegten sich mit gedämpften Schritten durch die hallenden Korridore, und die Uhren schienen langsamer zu ticken. Eleanor wusste, dass alles auf ihren Schultern lastete - die Verantwortung für das Anwesen, die Finanzen und das Schicksal der Familie.
Schon als kleines Mädchen verbrachte Emilia mehr Zeit im 19. Jahrhundert als in der Gegenwart. Während andere Kinder draußen Fußball spielten, saß sie im verstaubten Hinterzimmer des Antiquariats ihrer Großmutter in Kent. Sie kletterte auf wackelige Holzleitern, roch am süßlich-muffigen Papier ledergebundener Bände und spürte die Geister verflossener Epochen. Zwischen abgegriffenen Briefen aus der Regency-Zeit und verblichenen Modezeichnungen des viktorianischen Zeitalters erfand sie ihre ersten Geschichten - heimlich gekritzelt auf die Rückseiten alter Quittungen.