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Die Arbeit untersucht Autonomie (Selbstbestimmung) als bedeutsame humane Fähigkeit und greift damit ein aktuell viel diskutiertes Thema in Theologie, Philosophie, Medizin und Medizinethik auf. Der Autor analysiert die Geltung, Interpretation, Reichweite und Anwendung von Selbstbestimmung, insbesondere im Kontext von Medizin, und fokussiert dabei die Bedeutung von sozialen Beziehungen und Institutionen für die Entwicklung und Ausübung der Fähigkeit zur Selbstbestimmung. In Anlehnung an Axel Honneths Anerkennungstheorie entwickelt der Autor ein selbstständiges Konzept von Autonomie in Form von sozial verantworteter Selbstbestimmung, das gerechtigkeitstheoretische Implikationen enthält und somit Anfragen an Staat, Gesellschaft und Individuum für die Ermöglichung von Selbstbestimmung des vulnerablen Menschen stellt.
Felix Krause arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit ethischen Grundlegungsfragen (Selbstbestimmung, Verantwortung, Vulnerabilität), Medizin und Pflege, (globale) Gerechtigkeit, Lebenslaufpolitik und Moralpsychologie.
Selbstbestimmung in der Anthropologie - Selbstbestimmung und Verantwortung in der Ethik - Individualistische und relationale Autonomie in der Medizin - Anerkennung - Soziale Beziehungen - Anerkennungssensibler Ansatz selbstbestimmten Handelns - Vulnerables Individuum