Florian Breitkopf

Kunstkritik als Konversation

Das journalistische Ausstellungsgespräch, 1804-1826. 3 illustrations. 23,1 cm / 15,7 cm / 3,2 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 498 Seiten
EAN 9783112226582
Veröffentlicht Juli 2026
Verlag/Hersteller Walter de Gruyter
119,95 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Die Studie fragt nach den Gründen der Präsenz fiktionaler Ausstellungsgespräche in deutschsprachigen Periodika des frühen 19. Jahrhunderts. Sie zeigt, dass die inszenierten Unterhaltungen bürgerlicher Besucherinnen und Besucher der Berliner und Dresdner Akademieausstellungen die Entstehung der modernen Kunstkritik als Publikums- bzw. Laienkritik abbilden: Die gesteigerte Zugänglichkeit von Kunst um 1800 führte zur Entwicklung einer kritischen Konversationskultur in den Ausstellungsräumlichkeiten, im Zuge derer sich das bürgerliche Ausstellungspublikum als kritische Autorität etablierte. Journalistische Ausstellungsgespräche lassen dementsprechend das 'wahre Kunsturteil' aus der Vielstimmigkeit eines buntgemischten Ausstellungspublikums hervorgehen und stellen damit die Vormachtstellung der Einzelstimmen sog. Kunstkenner infrage. Grundlegend erschließt die an der Schnittstelle von Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte angelegte Studie anhand von vier zwischen 1804 und 1825 publizierten Texten diese Sonderform journalistischer Ausstellungsberichterstattung. Sie liefert tiefe Einblicke in das zeitgenössische Kunstschaffen und erhellt die Zusammenhänge von journalistischer Kunstkritik und bürgerlicher Unterhaltungskultur.

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