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Deutschland hat als einziges großes Industrieland die Kernenergie aufgegeben. Während hierzulande der Ausstieg als abgeschlossen gilt, investieren USA, China, europäische und andere Staaten groß in neue Kernkraft. Zufall - oder ein folgenschwerer Irrweg? Die Autoren, ausgewiesene Experten der Energiewirtschaft und -politik, zeichnen die Geschichte der deutschen Atompolitik nach - vom technischen Weltniveau bis zum politisch erzwungenen Ausstieg - und stellen ihr den weltweiten Aufbruch in eine neue Ära der Kerntechnik gegenüber. Sie erläutern moderne Reaktorkonzepte und setzen sich mit den Einwänden auseinander. Im Zentrum steht ein konkreter Deutschlandplan: Reaktivierung bestehender Anlagen, Neubau an bewährten Standorten sowie gezielte Förderung von neuen Reaktortechnologien. Zugleich skizzieren sie einen realistischen Pfad zur Skalierung der Kernenergie auf tausende Gigawatt Leistung - als Schlüssel für Versorgungssicherheit und Wohlstand. Ein faktenreiches, streitbares Buch über die Frage, ob Deutschland den Anschluss an eine der wichtigsten technologischen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts zu verlieren droht.
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Jahrgang 1949, ist Chemiker, Honorarprofessor, Politiker, Manager und Bestsellerautor. Von 1991 bis 1997 war er Umweltsenator in Hamburg sowie Aufsichtsratsvorsitzender der HEW AG und verantwortlich für die vier Kernkraftwerke Stade, Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf. Anschließend ging er als Vorstand für Erneuerbare Energien zur Deutschen Shell AG, 2001 wurde er Vorstandsvorsitzender von REpower Systems AG und danach Leiter der RWE-Tochter Innogy. Seit 1999 ist er Honorar¬professor im Fachbereich Chemie der Universität Hamburg.