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Intersektionalität und Heteronormativitätskritik haben sich in den letzten Jahrzehnten zu zentralen Bezugspunkten einer (queer-)feministischen, geschlechterreflektierenden und herrschaftskritischen Sozialen Arbeit entwickelt. Zu einer Zeit, in der geschlechterpolitische Errungenschaften und demokratische Grundverständnisse unter Druck geraten, eröffnet der Sammelband theoretische, empirische und professionspolitische Perspektiven der Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit und hält dabei Spannungen und Ambivalenzen zwischen diesen Positionen offen.
Kerstin Balkow, Sprecherin der Sektion Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit (DGSA), Hochschule Darmstadt Dr. Susanne Gerner, Professorin für Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Sprecherin der Sektion Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit (DGSA) Dr. Monique Ritter, Professorin für Gender und Soziale Arbeit, Hochschule Landshut Dr. Jan Wienforth, Professor für Theorien und Organisationen Sozialer Arbeit, Hochschule München
Vorwort
Feministische Positionierungen in der Sozialen Arbeit. Gender, Queer Studies und Intersektionalität im gesellschaftspolitischen Spannungsfeld (Kerstin Balkow, Susanne Gerner, Monique Ritter, Jan Wienforth)
Teil I: Standortbestimmungen einer intersektionalen und heteronormativitätskritischen Sozialen Arbeit Schlaglichter auf die Entwicklungsgeschichte der DGSA-Sektion "Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit" (Kerstin Balkow, Gudrun Ehlert, Susanne Gerner, Lotte Rose) Perspektiven intersektionaler und heteronormativitätskritischer Professionalisierung: Erweiterungen professionellen Handelns im Spannungsfeld von sozialen Bewegungen, theoretischen Debatten und biografischen Erfahrungen (Gudrun Ehlert, Jan Wienforth) Intersektionale Perspektiven und Soziale Arbeit (Anne Reber) (Selbst-)Kritische Sozialarbeit im 21. Jahrhundert. Intersektionalität, Heteronormativitätskritik und postkoloniale Perspektiven (María do Mar Castro Varela)
Teil II: Theoretische Perspektiven und aktuelle Debatten zu Macht, Differenz und Professionalität Auf dem Weg zu einer rassismuskritischen und feministischen Sozialen Arbeit - ein Diskussionsbeitrag aus theoretischer, empirischer und praktischer Perspektive (Monique Ritter, Peggy Piesche, Michael Tunç, Josina Monteiro, Jordan Schwarz) Rechtsextremismus, Gender und Soziale Arbeit - Perspektiven aus Forschung und Praxis (Kai Dietrich, Michaela Köttig, Heike Radvan, Monique Ritter) Vom Kontinuum der Gewalt im Digitalen - Ideen für eine Thematisierung in der Sozialen Arbeit (Marion Kamphans, Anna Kasten) Männlichkeiten divers denken: jenseits von traditionell, toxisch und transformiert (Mart Busche) Parteilichkeit als professionelle Haltung: klassismuskritische und feministische Positionierungen in der Sozialen Arbeit (Marie Kottwitz, Francis Seeck, Anna Feder) Geschlechtliche Wahrheiten im Kontext transinkludierender und transexkludierender feministischer Positionen - aktuelle Diskussionen und Allianz-Potenziale (Kerstin Oldemeier)
Teil III: Empirische Analysen zu Intersektionalität, Ausschlüssen und Zugehörigkeiten Selektive Identitätsoffenbarungen jüdisch-queerer Personen: Konsequenzen für eine antisemitismuskritische Perspektive in der Sozialen Arbeit (Alexandra Kattein) Rassifizierte Männlichkeiten in Deutschland: Empirie und (Diskurs-)Kritik (Michael Tunç, Monique Ritter, Jordan Schwarz) "Dass ich halt so meine politische Heimat verloren hab" - Exklusion von Jüdinnen*Juden in queerfeministischen Kontexten als Thema Sozialer Arbeit (Hanne Balzer, Marina Chernivsky, Sophia Hoppe, Friederike Lorenz-Sinai) Die Intersektionale Mehrebenenanalyse als empirisches Instrument: Differenzen analysieren und Handlungsspielräume erkennen (Kathrin Bereiter, Aileen Bierbaum, Julia Schmid)
Teil IV: Handlungsfelder, Professionalisierung Und Entwicklungsperspektiven Queere Perspektiven der Kinder- und Jugendhilfe. Über die Gleichzeitigkeit von Prozessen der Professionalisierung und Prekarisierung (Nora Falkenhahn, Lena-Mareike Kompa, Sannik Ben Dehler, Ioanna M. Menhard, Jan Wienforth) "Wir sind nicht behindert, wir sind eine Mädchengruppe!" - (Un-)Doing Difference als Perspektive einer reflexiven Inklusionspraxis im intersektionalen Überschneidungsfeld von Geschlecht, Behinderung und der Altersdimension 'Jungsein' (Susanne Gerner) Kinder im Kontext von Partnerschaftsgewalt - Professionalität der Fachkräfte durch Fortbildung stärken (Angelika Henschel) Soziale Arbeit in Bewegung. Impulse aus der Abschlussrunde für eine kritische Positionierung von Profession und Disziplin (Jasmin Brück, Andrea Schmidt, Hanna Vatter)
Die Herausgeber*innen und Autor*innen