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George W. Careys "Der Baum des Lebens" entfaltet eine esoterisch-naturphilosophische Deutung des Menschen, in der biblische Bilder, kabbalistische Symbolik und physiologische Spekulation ineinandergreifen. Der titelgebende Baum erscheint nicht nur als religiöses Sinnbild, sondern als Chiffre für den lebendigen Organismus und seine geistige Bestimmung. Careys Stil ist aphoristisch, lehrhaft und synkretistisch; er steht im Kontext jener okkulten und neureligiösen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts, die Wissenschaft, Heilkunst und Schriftdeutung zu einer umfassenden Kosmologie verbinden wollten. George W. Carey, amerikanischer Arzt und Vertreter der biochemischen Heilmethode nach Schüßler, verband medizinisches Interesse mit metaphysischer Spekulation. Seine Beschäftigung mit Zell Salzen, Körperprozessen und spiritueller Regeneration prägte seine Lesart religiöser Traditionen. "Der Baum des Lebens" lässt sich daher als Versuch verstehen, Heilung nicht allein körperlich, sondern als Wiederherstellung einer verlorenen Einheit von Materie, Geist und göttlicher Ordnung zu begreifen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Esoterik, alternative Medizingeschichte und symbolische Bibelauslegung mit kritischer Neugier erkunden möchten. Es bietet weniger moderne Wissenschaft als ein aufschlussreiches Dokument geistiger Suchbewegungen, dessen Reiz in der kühnen Verbindung von Anatomie, Mythos und Erlösungsdenken liegt.
George Washington Carey (1845-1924) was an American homeopath and occultist known for a number of 'chemistry of life' publications, a subject which he referred to as biochemistry, particularly his 1919 The Chemistry of Human Life, all generally using a mixture of religion, astrology, physiology, anatomy, and chemistry, themed particularly with a mineral-based theory of human disease.