Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Die Untersuchung analysiert auf breiter Quellenbasis ein Geschehen, das bislang meist nur als «Wirtschaftskrise 1816/17» rezipiert wurde. 1816 kam es in Bayern zu einer katastrophalen Mißernte. Es entwickelte sich eine Hungerkrise, die weite Teile der Gesellschaft erfaßte. Ihre Dimension wird an demographischen Entwicklungen ebenso erkennbar wie an der Zunahme von Kriminalität und religiöser Schwärmerei. Die Hungersnot wurde zur Staatskrise: Lokale Unruhen verdeutlichten die Gefahr der Desintegration neubayerischer Gebiete, die Armee schien unzuverlässig zu sein. Revolutionsangst beherrschte ab 1817 zunehmend die Krisenpolitik. Diese wurde nach dem Sturz Montgelas' unmittelbar vom König geprägt, der es verstand, sich selbst als «guten Vater» zu inszenieren und so zur Systemstabilisierung beizutragen.
Der Autor: Gerald Müller, geboren 1968 in Neustadt an der Waldnaab, studierte ab 1990 Staats- und Sozialwissenschaften mit dem Hauptfach Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Er schloß das Studium 1994 mit einer Arbeit zur Geschichte des bayerischen Reichsheroldenamtes ab (veröffentlicht in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 59, 1996). Promotion 1998 bei Prof. Dr. Walter Demel, danach Volontariat bei den Nürnberger Nachrichten.
Aus dem Inhalt: Die Krise und der Sturz Montgelas' - Die wirtschaftliche Bedeutung der Krise - Außen- und Außenwirtschaftspolitik in der Krise - Mortalität, Fertilität und Eheziffern - Die Sicherheitslage in Bayern 1816-1818 - Vom «Kornjuden» zum «jüdischen Wucherer»: beschleunigter Früh-Antisemitismus - Der Kampf gegen den Pöschlianismus - Die Erinnerung an die Krise.