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In vielen Teilen der Welt ist sie bekannter als ihr Namensgeber: die Mozartkugel. Die Erlöse aus dem Verkauf der süßen Ikone aus Salzburg übersteigen seit langem die Umsätze aus sämtlichen Tonträgern von Mozarts Musik. Dieses Buch erzählt die faszinierende Geschichte der Mozartkugel von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zu ihrer weltweiten Erfolgskarriere. Neue Quellen werfen ein überraschendes Licht auf ihre Erfindung und den Wandel vom handwerklichen Genussprodukt zur industriell gefertigten Massenware. Zunächst als Produkt der Salzburger Konditoreien hochgeschätzt, markierte die Zwischenkriegszeit den Beginn einer rasanten Industrialisierung und Internationalisierung. Heute produzieren mehr als 30 Firmen rund um den Globus - von Salzburg und Wien bis Kanada und Japan - ihre eigenen Versionen der berühmten Praline. Die Mozartkugel steht dabei unangefochten an der Spitze der Vermarktung des Salzburger Genies. Der Autor spannt einen breiten thematischen Bogen von Wirtschaftsgeschichte und Markenbildung bis zu Namensrechten und Konkurrenzkämpfen von den 1880er-Jahren bis in die Gegenwart. Und trotz aller juristischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen ist eines unverändert geblieben: der besondere Genuss beim Biss in eine Mozartkugel.
ao. Univ.-Prof. iR MMag. DDr. PD Gerhard Ammerer, Historiker, Germanist und Jurist, habilitiert an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg für das Fach "Österreichische Geschichte" und ebenda an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für das Fach "Rechtsgeschichte", 2014-2020 Leiter des Zentrums für Gastrosophie, Mitglied der Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs der Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkte: Historische Kriminalitätsforschung, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alltags-, Medizin-, Ernährungs- und Musikgeschichte. Die Publikation "Dämonen. Besessenheit und Exorzismus in der Geschichte Österreichs" (gem. mit Nicole Bauer und Carlos Watzka) wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2025 in der Kategorie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften gewählt.