Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Der Dichter sagt, er kenne 'im Kopf' keine Grenzen und müsse nicht 'die Kirche im Dorf lassen'. Das bedeutet aber auch, er könne nicht sicher sein. Aber was ist schon sicher? Gab es den Kosmos immer schon oder wurde er geschaffen? Hatte er eine Ursache oder hatte er keine? Die Verse sagen, der sei schon immer da. Aber auch: Kann sein, kann auch nicht sein. Dadaistisch gesehen ginge beides. Zu sagen, der Irrsinn der Poesie habe Methode, ist hilflos. Es wird nur zusammengefasst, was nicht zusammengehört, aber immerhin zusammenpasst. Das muss sein. Was geschrieben ist, um Welten zu erklären, die es vielleicht nicht gibt, kann nicht gelesen werden, als gäbe es sie nicht. Wird aber. In seinem Poem Limbo fragt der Poet: Ist nicht alles 'in limbo'? Eine überflüssige Frage. Es ist.
Gino Leineweber, Poet, Stoiker und Taufpate einer Schneeeule, lebt in Deutschland (Hamburg) und Italien (Vietri sul Mare). Er schreibt Gedichte auf Deutsch und Englisch. Für seine Poesie wurde er mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Er ist Ehrenvorsitzender der HAV (Hamburger Autorenvereinigung) und Vorstandsmitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland ex Deutscher Exil-PEN. Von 2003 bis 2008 war er Redakteur der Buddhistischen Monatsblätter (BM), gehörte von 1991 bis 2015 der Deputation der Kulturbehörde Hamburg an. Von 2013 bis 2020 war er Präsident des Three Seas Writers' and Translators' Council (TSWTC) mit Sitz in Rhodos, Griechenland.