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Hamburg 1964 Irgendetwas stimmt nicht. Noch einmal überfliegt Karin die Zeilen, in denen sie etwas über ihre Freundschaft zu Opa Karl erzählen will. Irgendetwas lässt sie aufhorchen und erinnert sie daran, im Tagebuch das Wesentliche vergessen zu haben. Was ist es, das ihre Augen zum Leuchten bringt, wenn sie an ihn denkt? Karl, ein älterer Herr aus der Nachbarschaft, hört zu, weicht ihren Fragen nicht aus, er beantwortet sie. Wenn sie ihm etwas erzählt oder anvertraut, ist er gespannt und neugierig auf das, was sie berichtet, und berührt von dem, was sie bewegt oder schmerzt. Gern erklärt er ihr und Freundin Nina viele Spiele aus seiner Kindheit. Besonders fasziniert sind die Mädchen vom "Spiel der sieben Steine", bei dem schöne Bilder entstehen, die man nur sieht, wenn man genau hinschaut und das "mit dem Herzen" tut, wie Karl sagt. Als er stirbt und Karin seinen Beutel mit den sieben Steinen in den Händen hält, legt sie ihn zunächst zur Seite. Erst Wochen später versteht sie das Geschenk, das ihr wie aus der Ferne Trost zuspricht, ihr bisheriges Leben verändert hat und auch weiterhin verändern wird.
Hamburg 2023 Jahrzehnte danach entdeckt Enkel Fabian im Nachlass seiner Oma Karin einen roten Samtbeutel mit sieben Steinen. Auch er ahnt, dass sich hinter den Steinen ein Geheimnis verbirgt.