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Ein neues Konzept zum Verständnis von Hysterie und histrionischer Persönlichkeitsstörung Angesiedelt zwischen Traumafolgestörung und Neurose
Auch heute weite Verbreitung hysterischer Auffälligkeiten und Störungen
Praxisnah: neue Möglichkeiten von Diagnose und Therapie Wo bleiben die Spuren der Gewalt, die seit jeher von Menschen gegen Menschen ausgeübt wurde, insbesondere die Spuren sexueller Gewalt? Seidlers Antwort: Sie finden auch im Krankheitsbild der Hysterie ihren Ausdruck! Sie ist das Ergebnis transgenerationaler Verarbeitung seelischer Verletzungen auf dem Wege hin zu ihrer sprachlichen Darstellbarkeit. Und so verwundert es nicht, dass die Hysterie die Menschheit seit »ewigen Zeiten« beschäftigt. Die drei Teile des Buches gelten der Geschichte der Hysterie, ihrem klinischen Bild und gesellschaftlichen Aspekten, etwa zur Frage: "Leben wir in einer hysterischen Gesellschaft?" Dabei löst der Autor sich von einer pathologisierenden Darstellungsweise, ohne indes klinische Realitäten aus dem Auge zu verlieren, und behandelt in diesem Zusammenhang auch Themen wie die histrionische und die Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie die dissoziative Identitätsstörung und Traumafolgestörungen. Er zeigt, dass Hysterie mehr ist als ein Krankheitsbild, nämlich ein Versuch, etwas auszudrücken und zur Sprache zu bringen, das sich immer wieder der Formulierung entzieht und für das jede Formulierung zu eng ist. Der Autor zeigt sowohl seine Fähigkeit zu Mikroanalyse, wenn er differenziert mikroskopische Therapieeinheiten darstellt, nämlich die Verbindung von EMDR und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, als auch seine Fähigkeit zum umfassenden Weitblick, wenn er fast viertausend Jahre Geschichte der Hysterie lebendig und anschaulich darstellt.
>> Weitere Informationen zu Günter H. Seidler (guenter-seidler.de)