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Marie "Mémée" Hochstrasser wird 1926 in Sonnenberg, einem Dorf im deutschsprachigen Banat im Südwesten Rumäniens, geboren. Behütet und in guten Verhältnissen wächst sie auf und erhofft sich eine friedliche Zukunft mit ihrem geliebten Adrian - doch der Zweite Weltkrieg zerstört ihre Hoffnung. Als der Nationalsozialismus nicht mehr nur im fernen Deutschland die totale Vorherrschaft erlangt, sondern auch im Banat zur Bedrohung wird, beschließen Adrian, der jüdische Wurzeln hat, und sein Vater das staatliche Angebot zur Ausreise nach Palästina wahrzunehmen. Die Flucht reißt ihr junges Glück von einem Tag auf den anderen auseinander. Um dieses Glück wieder zu erlangen und eine Zukunft in Freiheit aufzubauen, sollten die Hochstrassers - so die Abmachung - selbst vor den heranrückenden sowjetischen Truppen in den Westen fliehen. Aber sie zögern zu lange. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
Ilse Felser wuchs im donauschwäbischen Königshof, im Banat/Rumänien auf. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Temeschburg, wo sie anschließend am deutschsprachigen "Nikolaus- Lenau-Gymnasium" Geschichte und Deutsch als Muttersprache unterrichtete. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland (Erlangen) und nach einem Zweitstudium arbeitete sie zunächst wieder als Lehrerin an einem Gymnasium, später als private Nachhilfelehrerin, um Zeit für ihre große Leidenschaft, das Schreiben, zu finden.