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Der Sammelband umfasst drei Intellektuellen- und vier Antiintellektuellenporträts des 20. Jahrhunderts, mit dem Ziel, die komplexen, selten trennscharf voneinander abgrenzbaren Begriffe «Intellektuelle» und «Antiintellektuelle» einer Klärung zuzuführen. Dabei erweist es sich als hilfreich, Intellektuellenfelder wie die russische Intelligentija ebenso in den Blick zu nehmen wie die Dreyfus-Affäre und die Debatten um das «Ende des Intellektuellen» am Beginn des 21. Jahrhunderts.
Richard Faber ist Honorarprofessor für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Uwe Puschner ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin und Mitglied des Centre d-Etudes Germaniques Interculturelles de Lorraine der Université de Lorraine.
Inhalt: Anne Kwaschik: Die Geburt des Intellektuellen in der Dreyfus-Affäre. Zur Historisierung eines Modells - Helen Thein: «Diese Wortzusammensteller». Simone Weils kritische Analyse der Funktion von Intellektuellen - Jens Flemming: «Wir wollen mitschmieden an den Feuern unserer Zeit». Friedrich Wolf: Arzt, Schriftsteller, Kommunist - Rüdiger Hentschel: «Der Abarbeitungsprozess begann». Rudi Dutschke als Intellektueller - Erhard Stölting: Strenge Moral. Die russische Intelligenzija - Richard Faber: Karl Wolfskehl. Ein deutsch-jüdischer Antiintellektueller - Uwe Puschner: Völkische Intellektuelle? Das Beispiel Willibald Hentschel - Ralf Georg Czapla: «Der schöpferische Mensch schafft mehr aus der Kraft seiner Phantasie als seines Intellekts». Zur Topik des Antiintellektualismus bei Joseph Goebbels - Michael Kohlstruck: Klaus Mehnert. Ein Intellektueller für Nichtintellektuelle - Hans Manfred Bock: Jenseits vom Zola-Sartre-Modell des Intellektuellen. Postfundamentalismus und aktuelle Revisionen der Intellektuellenfunktion.