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Josef Pommer (1845-1918) gilt als Pionier der österreichischen Volksmusikforschung. Diese ausführliche Biografie zeichnet ein völlig neues Bild jenes Mannes, der sich gleichermaßen als Politiker wie als Volksmusiker verstand. Das Zusammenwirken von Ideologie, Politik und Kultur resultierte bei Pommer in der Vorstellung vom echten deutschen Volkslied. Er sah das Volkslied in höchstem Maße als Sinnbild des Deutschtums. Neben einer umfassenden Darstellung der politischen Aktivitäten Pommers im deutschnationalen antisemitischen Parteienspektrum Österreichs, seiner publizistischen Tätigkeiten und seiner einschlägigen nationalen Vereinsarbeit wird das Volkslied in seiner politischen, kulturellen, ästhetischen und ethischen Interpretation untersucht.
Die Autorin: Iris Mochar-Kircher, geboren in Eisenkappel (Kärnten), studierte Musikerziehung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Deutsche Philologie an der Universität Wien. Sie lebt und arbeitet als freie Wissenschaftlerin in Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Spannungsfeld zwischen Volksmusik und Politik.
Aus dem Inhalt : Völkische Ideologie - Deutschnationale Bewegung und Parteienwesen - Antisemitismus - Schulvereine - Wiener Gemeinderat 1895-1897 - Reichsratsabgeordneter Deutsche Volkspartei 1897-1907 - Los-von-Rom-Bewegung - Volksliedbegriff - Lebensreformbewegung - Deutscher Volksgesang - Verein in Wien - Zeitschrift Das deutsche Volkslied - Das österreichische Volksliedunternehmen.