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Die christliche Sakralarchitektur ist Bedeutungsträger: Fundament, Säule, Wand und Decke ergeben eine tragende Ordnung, in denen sich Grund, Haltung und Gnade räumlich formen - so die These von Ivica Brnic, der den Raum als Resonanzmedium der Gegenwart fasst und eine tektonische Lesart entwickelt. Anhand historischer und zeitgenössischer christlicher Sakralräume erschließt er die Architektur aus konstruktiver Setzung sowie Raumwahrnehmung und zeigt, wie Materie, Fügung und Gestalt Bedeutung entstehen lassen. So wird der Sakralbau von seiner inneren Fügung her verständlich und Konstruktion wandelt sich in Erkenntnis.
Ivica Brnic ist Architekt und Architekturtheoretiker. Er studierte an der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, promovierte an der Technischen Universität Wien und lehrte dort als Universitätsprofessor. In Publikationen und Ausstellungen verbindet er Praxis und Theorie; Konstruktion erscheint als räumlich wirksame Ordnung. Im Zentrum steht eine Theorie architektonischer Resonanz.