Blick ins Buch

Jacob Eder

Jenseits der Staatsräson

Erinnerung, Antisemitismus und der Nahostkonflikt in Deutschland | Wie der "Holocaust-Erinnerungsweltmeister" im Kampf gegen Antisemitismus versagt. 20,9 cm / 13,2 cm / 3,0 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 304 Seiten
EAN 9783426217672
Veröffentlicht Mai 2026
Verlag/Hersteller Droemer HC
22,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Wie der 'Holocaust-Erinnerungsweltmeister' im Kampf gegen Antisemitismus versagt Nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 trat in Deutschland an vielen Stellen Antisemitismus in Wort und Tat offen zutage. Das schockierte, und doch war es wenig überraschend. Denn seit Jahren nehmen antisemitische Einstellungen zu, während zugleich das Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust abnimmt. Wie konnte es so weit kommen? Deutschland, so der Historiker und Experte für Erinnerungs-KulturenJacob Eder, hat es sich in seiner Rolle als 'Holocaust-Erinnerungsweltmeister' viel zu bequem gemacht. Dabei wurde ignoriert, wie sich die Gesellschaft mit dem größeren individuellen biografischen Abstand zum Holocaust in den letzten Jahren demografisch und kulturell verändert hat. Zwar ist die Erinnerung an den Holocaust institutionell fest verankert. Aber Gedenktage allein helfen nicht gegen Geschichtsvergessenheit und Revisionismus. Jacob Eders These: Nur wenn die deutsche Erinnerungspolitik sich von den starren Ritualen verabschiedet und anerkennt, dass Debatten über Antisemitismus auch im internationalen Kontext geführt werden müssen, kann das Land der Verpflichtung des 'Nie wieder' auch in Zukunft gerecht werden.

Portrait

Prof. Dr. Jacob Eder ist Zeithistoriker und lehrt Geschichte an der Barenboim-Said Akademie in Berlin. Er wurde mit einer mehrfach ausgezeichneten Arbeit über das Verhältnis von bundesrepublikanischer und US-amerikanischer Holocaust-Erinnerung an der University of Pennsylvania promoviert, die 2020 unter dem Titel 'Holocaust-Angst' in Deutschland erschien.

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