Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Professor Hans Faul, müde und einsam, ist Direktor einer psychosomatischen Klinik im ländlichen Schwarzwald. In diesem Sammelbecken für transkulturelle Leiden klagen Menschen über "wandernde Schmerzen" oder einen "fallenden Nabel" - Chiffren für ein Leid, auf das die Schulmedizin oft keine Antwort hat. In dieses Gefüge tritt Orhan Osman, ein ehemaliger Gefängnisarzt aus der Türkei, der gezwungen war, Folterungen zu bezeugen. Osman ist ein verwundeter Heiler, der das Schweigen der Patienten aushält, weil er die Sprache des Schmerzes spricht. Der Roman entfaltet ein Mosaik an Schicksalen, die im Teeraum der Klinik, dem sozialen Herzstück, aufeinanderprallen: Gül, die zwischen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen zersplittert ist und Männer bestraft, um sich selbst zu spüren; Hazal, die nachts von Dämonen heimgesucht wird, die auf ihrer Brust sitzen; Benjamin, ein Transmann, der gegen religiöse Dogmen um seine Identität ringt; und die einstigen Todfeinde Hozan und Ahmet, die über die Musik eine fragile Brüderschaft finden. Das Buch mündet in ein Frühlingsfest, bei dem sich die unterschiedlichen kulturellen Fäden - Schmerz, Musik und Tanz - zu einem Moment der kollektiven Heilung verweben.
Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist Psychologe, Traumatherapeut und Orientalist. Als international anerkannter Experte für transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie leitet er das Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung an der DHBW. Für seine herausragende humanitäre Arbeit, insbesondere mit jesidischen Überlebenden des IS-Terrors, wurde er vielfach geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2024/2025). Mit Der Geschmack von Nebel und Tee legt er seinen ersten großen Gesellschaftsroman vor, in den seine jahrzehntelange Erfahrung mit den "Wunden der Seele" einfließt. Er gibt den Sprachlosen eine Stimme - poetisch, fachlich fundiert und zutiefst human.