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Mit Eintritt in den Kindergarten erweitern sich die Sozialkontakte junger Kinder hinsichtlich Umfangs und Diversität. Die videoethnographische Studie arbeitet in einer praxis- und performativitätstheoretischen Perspektivierung und phänomenologisch erweiterten Heuristik heraus, wie Kinder und Erwachsene elementarpädagogischen Alltag gemeinsam hervorbringen. Das Freispiel mit seinem hohen Grad an selbständiger Organisation der Kinder steht dabei im Zentrum der Analyse.Auf der Basis von Videoaufnahmen und (Video-)Beobachtungsprotokollen wird aufgezeigt, wie gemeinsames Tätigsein und Spiel/en in Praxisvollzügen entsteht, die Sozialität und Soziabilität in wechselseitiger Verschränkung zugleich bedingen wie hervorbringen. Die Arbeit rekonstruiert, wie Gruppen sich über diverse Formen von Bezugnahmen als ein 'Wir' bilden und (in)wie(fern) sich darin Teilhabe realisiert. Die Beschreibung von den Sozialisationsprozess ausmachenden Interaktionen verdeutlicht die hochkomplexe Kompetenz, mit der Kinder in ihrer Vielfältigkeit und der Verschiedenheit ihrer kommunikativen Interaktionsformen unterschiedliche Weisen des Miteinanders herstellen. Momente von Vulnerabilität und deren Bewältigung werden dabei als konstitutives Element der Hervorbringung von Gemeinschaft sichtbar.