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Im Mittelpunkt von Jeannie Ebners Gesellschaftspanorama zwischen 1925 und 1955 stehen drei starke Frauen, die mit ihrer Selbstfindung in patriarchaler Umgebung, mit sexueller Emanzipation und beruflicher Eigenständigkeit ringen. Die Figuren rund um die Wiener Buchhändlerin Theres Meinhart versuchen vor dem Hintergrund von Diktatur, Krieg und Nachkriegsnot ihren Lebensweg zu finden. Wir erleben Theres' Kindheit am Land, den Verlust des Bruders und Vaters, ihr Ankommen und Zurechtfinden in der Großstadt Wien und in der Welt der Erwachsenen. Sie kämpft sich durch, versucht die Wirren der Zeit zu verstehen, emanzipiert sich und politisiert sich immer mehr. Neben den Freundinnen ist ihr Mentor, der Buchhändler Abländer, an ihrer Seite sowie dessen stiller Teilhaber Gregor Stieglitzer, mit dem sie bald mehr verbindet.
Jeannie Ebner, 1918 in Sydney geboren, ab 1920 in Wiener Neustadt, 2004 in Wien gestorben. 1930 erstes Gedicht, 1934 Lehre in der Spedition, an der ihr 1926 verstorbener Vater Anteile besessen hatte, 1939 Inhaberin dieser Spedition, 1940-45 Besuch der Bildhauerklasse an der Akademie der bildenden Künste (ohne Diplom), 1945/46 Aufenthalt in Tirol und Salzburg, danach Stenotypistin bei der US-amerikanischen Besatzungsbehörde und Englisch-Nachhilfelehrerin. Ab 1949 freie Schriftstellerin und Übersetzerin, 1952 erste Buchpublikation ('Gesang an das Heute', Lyrik u. Kurzprosa), 1954 erste Romanpublikation ('Sie warten auf Antwort'), 1951-1956 Redakteurin des Jahrbuchs 'Stimmen der Gegenwart', 1960-1969 (wie Marlen Haushofer) Autorin des deutschen Sigbert Mohn-Verlags, 1968-1978 Redakteurin der Zeitschrift 'Literatur und Kritik'. 'Figuren in Schwarz und Weiß' ist erstmals 1964 erschienen.