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Der M1 Abrams wurde für einen Krieg gebaut, der nie stattfand: ein Gefecht in der norddeutschen Tiefebene gegen die Sowjetunion. Bewährt hat er sich anderswo 1991 in der Wüste Kuwaits, 2003 auf den Straßen von Bagdad.
Dieses Buch erzählt seine Geschichte von der ersten Konstruktionszeichnung 1963 bis zu den Drohnen über der Ukraine, die heute infrage stellen, wofür er einmal gebaut wurde. Von einem gescheiterten deutsch-amerikanischen Milliardenprojekt über die Lehren des Jom Kippur Kriegs bis zu jenen dreiundzwanzig Minuten bei 73 Easting, die eine Epoche der Panzerschlacht beendeten.
Eine Geschichte über Technik, über Menschen in engen Türmen und darüber, was geschieht, wenn Armeen sich auf den falschen Krieg vorbereiten.
Jens Zimmer, geboren 1978, wuchs im Rhein-Main-Gebiet mit der Präsenz der amerikanischen Streitkräfte auf. Als Kind stand er im Januar 1991 auf einem Kasernenhof in Mainz-Gonsenheim und sah einem Panzerbataillon nach, das in den Golfkrieg aufbrach ein Bild, das ihn nicht mehr losließ. Daraus erwuchs eine lange Beschäftigung mit dem M1 Abrams, seiner Technik und den Kriegen, in denen er eingesetzt wurde. 'Stahl und Staub' ist sein Buch darüber.