Jessica Ammer

Mehrsprachigkeit und Code-Switching um die Jahrtausendwende

Das Lehrkonzept Notkers III. von St. Gallen am Beispiel der Bearbeitungen philosophischer Schultexte. 1 Abbildung. 24,8 cm / 17,1 cm / 2,7 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 375 Seiten
EAN 9783825397562
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller Universitätsverlag Winter
87,00 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Notker III. von St. Gallen (um 950-1022) "vermischt" in seinen Schultexten fortwährend das Lateinische mit dem Deutschen. Die ältere Forschung sah darin ein Zeichen seines Unvermögens, vollständig ins Deutsche zu übersetzen. In der neueren Forschung wurde das Zusammenspiel der Sprachen auch als Code-Switching beschrieben. Die Studie wendet dessen Methoden auf Notkers Texte an und weist seine Praxis als planvolles Lehrmittel nach: Das Lateinische bewahrt die fachliche Präzision der Begriffe, das Althochdeutsche erschließt den Schülern die schwierigen Inhalte.
Untersucht werden vier Werke der spätantiken Schultradition in Notkers Bearbeitung: die 'Consolatio' des Boethius, die 'Nuptiae' des Martianus Capella sowie die beiden logischen Schriften des Aristoteles, die 'Categoriae' und 'De interpretatione' in der Übersetzung des Boethius. Damit eröffnet die Studie einen Blick auf den zweisprachigen Schulunterricht in St. Gallen um die Jahrtausendwende.

Hersteller
Universitätsverlag Winter
Dossenheimer Landstraße 13

DE - 69121 Heidelberg

E-Mail: info@winter-verlag.de