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Omas Ohren können nicht hören ist für Familien, in denen Hörverlust Thema ist oder wird - und für alle, die Kindern erklären möchten, warum Oma dreimal nachfragt, warum lauter Sprechen nichts verbessert und was ein Cochlea-Implantat kann. Das Buch erklärt nicht von oben herab, es beobachtet: nah an der Erfahrung eines Kindes, ehrlich auch über Erschöpfung und Frust, mit Humor in heiklen Momenten. Der ausklappbare Wissensteil erklärt kindgerecht und fachlich geprüft: - was "hörend", "schwerhörig", "taub" und "spätertaubt" bedeuten - und warum der Begriff "taubstumm" verletzend und sachlich falsch ist- Tinnitus: warum das Gehirn Töne "erfindet", wenn zu wenige Signale vom Ohr ankommen- wie Hörgeräte und Cochlea-Implantate funktionieren- Gebärdensprache als eigenständige, lebendige Sprache mit eigenen Dialekten- konkrete Tipps für respektvolle Kommunikation: Blickkontakt halten, deutlich statt laut sprechen, Geduld haben Einsatzkontexte: zum Vorlesen in der Familie, in Kita und Grundschule, in Logopädie und Hörakustik, in der Arbeit mit Großeltern und Enkelkindern. Das Buch stellt Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit nicht als Defizit dar, sondern gleichwertig neben das Hören - und öffnet Gespräche, die viele Familien längst führen, nur selten mit Kindern auf Augenhöhe.
Johanna Trunte (*1989 in Berlin) arbeitet als Korrektorin bei einem Zeitungsverlag - mit "Omas Ohren können nicht hören" legt sie ihr Kinderbuchdebüt vor. Sie studierte Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Sevilla und hat über viele Stationen - sozialer Bereich, Gastronomie, ein Jahr auf einem Hausboot - einen Blick für das entwickelt, was im Alltag übersehen wird.
Das Thema Schwerhörigkeit begegnete ihr zunächst in einem Uni-Seminar; es folgten VHS-Kurse in Gebärdensprache und prägende Alltagsbegegnungen. Persönlich wurde es durch eine nahestehende Person und deren Weg zum Cochlea-Implantat. In ihren Geschichten möchte sie Perspektiven sichtbar machen, die selten im Mittelpunkt stehen - ohne laut zu sein.