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Ava führt ein Leben, das von außen stabil wirkt - sie aber tatsächlich aus der Bahn wirft. In einer Klinik gezwungen innezuhalten, stößt sie auf Erinnerungen, die sie tief in ihrem Seelengefäß vergraben hatte. Widerwillig lässt sie sich auf therapeutische Prozesse ein: Bogenschießen, Fließbilder, Rasseln und Brummen in der Musiktherapie - und was zur Hölle ist Life Kinetik? Erst das therapeutische Schreiben eröffnet ihr die Möglichkeit, das Unsagbare ihrer Kindheitserlebnisse zu verdichten und sich aus ihrer Fragmentierung neu zusammenzusetzen. Ava flieht zunächst in die Niederlande, schüttelt sich beim Kundalini-Yoga, rettet in der Bretagne ein Leben und trifft schließlich in der Toskana eine entscheidende Wahl. Währenddessen gerät in Berlin das familiäre Gefüge ins Wanken: Ihr Mann Bastian klammert sich an alte Rollenbilder und beginnt eine Affäre, was die 17-jährige Mascha noch wütender macht, als sie ihren Vater in flagranti erwischt. zwischenzeilen erzählt vielstimmig von einer Frau, die den Mut findet, sich neu zu entwerfen - und davon, wie tief ein einzelner Aufbruch in das Leben anderer eingreifen kann.
Julia Götz, geboren 1974 in Detmold, lebt mit ihren drei Kindern in Münster. Sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch, Sport, Theater und kreatives Schreiben und ist zudem als Beraterin für positive Psychologie tätig. Für ihr Bühnenstück Zwischen zwei Welten wurde sie 2019 mit dem Sally- Perel-Preis für Respekt und Toleranz ausgezeichnet. 2024 erhielt sie den Dr.-Julius-Voos-Preis für ihr Engagement in der Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus. Ausgangspunkt für ihr literarisches Schaffen waren praktische Erfahrungen mit Methoden des therapeutischen Schreibens. zwischenzeilen ist ihr Debütroman.