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Nur für sieben fette Jahre war es Touristen vergönnt, Libyens Schönheiten gefahrlos zu genießen und Libyens Schätze gefahrlos zu bewundern, nämlich von 2004 bis zum Februar 2011. Und gleich im Jahre 2004 durfte ich als Reiseleiter das bisherige "Nordkorea Arabiens" bereisen. Zum Reiseprogramm gehörte auch eine Wüstenfahrt zur Oase Ghadames. Unser libyscher Fremdenführer bestand auf der Betonung Ghadámes. Aber irgendein Kobold in meinem Hinterkopf bestand auf der Betonung Ghadamés. Das klingt doch verdächtig wie Aidas Radamès. Wieder zu Hause, erfuhr ich zufällig von einer neu erschienenen Dissertation, die mich in dieser Frage einen Schritt weiterbrachte. Und schließlich führte mich, ebenfalls rein zufällig, ein französischer Jordanienführer zu einer stichhaltigen Erklärung, wie der Name von Aidas Radamès entstanden ist. Mit einer Abbildung.
Geboren 1940 in Wien, studierte Karl Plepelits Klassische Philologie, Alte Geschichte und Anglistik, plagte Schüler mit Latein, Griechisch und Englisch, vertrat die Österreichische Akademie der Wissenschaften als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae in München, veröffentlichte wissenschaftliche Artikel auf dem Gebiet der Latinistik, Gräzistik und Byzantinistik und übersetzte griechische Romane der Antike und des Mittelalters (erschienen im Hiersemann Verlag, Stuttgart).