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Sie hält Sterbende. Er wollte neun Jahre lang nichts. Jetzt will er sie - und die Welt soll es nur versuchen, sie ihm zu nehmen. Marin Voss sitzt an Sterbebetten für ihren Lebensunterhalt. Neunzehn Jahre als Hospizschwester haben sie gelehrt, ruhig zu bleiben, wenn alles auseinanderfällt - und klein zu werden, weil ein Mann ihr einmal beibrachte, dass sie zu viel war. Zu laut. Zu groß. Zu sehr. Dann stirbt eine Patientin, Marin fotografiert das Falsche, und um zwei Uhr morgens steht sie in einer Benzinpfütze neben ihrem eigenen Wagen, einem geduldigen Fremden gegenüber, der die ganze Nacht Zeit zum Warten hat. Der Mann, der aus dem Dunkeln um die Kurve kommt und sie herauszieht, trägt eine Kutte und einen Namen, den niemand laut sagt. Specter. Vizepräsident des Iron Vow MC. Ein Mann, der vor neun Jahren fast gestorben ist und seither gelernt hat, nichts zu wollen, damit die Welt ihm nichts nehmen kann. Er soll Marin nur beschützen - eine Zeugin, ein Auftrag, eine Frau, die er am Leben hält. Doch von der Sekunde an, in der er sieht, wie sie sich kleiner macht, trifft er eine Entscheidung: Niemand wird ihr je wieder sagen, sie sei zu viel. Nicht ihr Ex. Nicht der korrupte Deputy, der sie tot sehen will. Nicht die ganze verfluchte Welt. Zwischen ihnen wächst etwas Langsames, Unerträgliches - ein Versprechen: ein Tag ohne Feuer, stocknüchtern, bevor er sie anrührt. Denn ihr Ja muss ehrlich sein. Aber ein Sturm sperrt sie ein, die Gefahr rückt näher, und Marin ist es leid, dass Männer für sie entscheiden, welche ihrer Wünsche erlaubt sind. Er hält eine Tür mit seinem eigenen Gewicht zu. Sie ist diejenige, die beschließt, sie zu öffnen. Specters Besessenheit ist eine langsam brennende, herzzerreißende Biker-Romanze über einen touch-starved Beschützer, eine kurvige Heldin, die endlich den ganzen Raum einnimmt, und eine gewählte Familie, die laut genug ist, um zwei zerbrochene Menschen zu halten. Für alle, denen jemals gesagt wurde, sie seien zu viel.