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'Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt - auch wenn so vieles verschwunden ist' Konrad Bernheimer ist vier Jahre alt, als ihn sein Großvater 1954 aus Venezuela, wohin die jüdische Familie vor den Nazis geflohen ist, nach München zurückholt - dorthin, wo die Bernheimers als Kunst- und Antiquitätenhändler verwurzelt waren. Zusammen mit ihm auf die Reise machen sich seine venezolanische Mutter und seine Schwestern. Auch sein Vater Kurt sollte mit der Familie zurückkehren, doch dazu kam es nicht. Der Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen, wird dem kleinen Jungen erzählt. Niemand in der Familie will über die wahren Umstände sprechen. Erst spät erfährt Konrad Bernheimer - inzwischen erwachsen und ein international erfolgreicher Kunsthändler -, was wirklich geschehen ist: Sein Vater, der die Verfolgung durch die Nazis nie verwinden konnte, hatte sich das Leben genommen. Dieses Buch ist der bewegende Versuch des Autors, mit seinem verstorbenen Vater ins Gespräch zu kommen. Ein Gespräch über Scham und Schuld, über Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt.
Konrad O. Bernheimer wurde 1950 in Venezuela, wohin die Familie nach der Enteignung durch die Nazis geflüchtet war, als Sohn eines deutsch-jüdischen Vaters und einer venezolanisch-katholischen Mutter geboren. Im Alter von vier Jahren kam er nach Deutschland zurück. 1977 übernahm er das traditionsreiche Familienunternehmen und baute es zu einem international tätigen Kunsthandelshaus aus. Seit seinem Rückzug aus dem Kunsthandel 2015 ist Konrad Bernheimer erfolgreicher Buchautor. Zuletzt erschienen seine Romane 'Die Kunst des Kunstraubs' (2023) und "Plaza Bolivar" (2022) bei Langen Müller.