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Parthena ist eine Hebamme aus Pontos, deren Hände neues Leben empfangen, während um sie herum eine ganze Welt untergeht. Gemeinsam mit ihrem Mann, einem Kupferschmied, wird sie aus ihrer Heimat vertrieben und muss während der Flucht alles zurücklassen, was ihr vertraut ist. Auf einem überfüllten Schiff, zwischen Angst, Verlust und Hoffnung, hilft Parthena einer Frau bei der Geburt ihres Kindes. Auch nach ihrer Ankunft in Griechenland hört sie niemals auf, den Menschen beizustehen. Im neu entstehenden Dorf Kato Scholari begleitet sie Generationen von Frauen und soll der Überlieferung nach niemals eine Geburt verloren haben. Ihr Mann trägt währenddessen mit seinem Handwerk zum Aufbau der neuen Heimat bei. Aus kargem Boden, harter Arbeit und gemeinschaftlichem Zusammenhalt entstehen Häuser, eine Mühle und schließlich ein lebendiges Dorf. "Die Frau, die niemals eine Geburt verlor" beruht auf wahren Familienerinnerungen und historischen Begebenheiten. Es ist eine bewegende Geschichte über Flucht, Entwurzelung, Geburt, Schöpfung und die Kraft zweier Menschen, nach dem Verlust von allem ein neues Leben aufzubauen. Ein literarisches Zeugnis über das kulturelle Erbe der Griechen aus Pontos und über jene stillen Menschen, die Geschichte nicht aufschrieben, sondern sie lebten.
Kyriakos Kazantzis wurde 1981 in Thessaloniki geboren. Er ist ausgebildeter Zeichner für Bauwesen und Geoinformatik und widmet sich dem Schreiben sowie der Bewahrung familiärer und historischer Erinnerungen. In seinem Werk verbindet er wahre Begebenheiten, Fluchterfahrung, menschliche Widerstandskraft und das kulturelle Erbe der Griechen aus Pontos.